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Ich bin Anne, zertifizierte NFP Beraterin und Zykluscoach. Ich lade dich herzlich ein, dich auf diesen Seiten über die symptothermale Methode zu informieren. Das ist übrigens die sicherste aller natürlichen Methoden – bei korrekter Anwendung ist sie nämlich tatsächlich genauso sicher wie die Pille. Du findest auf diesen Seiten Infos rund um die Methode NFP, deinen Zyklus, Frauengesundheit, Verhütung und Kinderwunsch.

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Natürlich verhüten mit NFP: Ein Wegweiser durch den Methodendschungel

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Natürliche Verhütung mit NFP

Wenn Du Dich für Natürliche Verhütung interessierst, begegnen dir schnell eine ganze Reihe unterschiedlicher Methoden, die alle irgendwie mit dem Thema zusammenhängen: Eisprungrechner, Zyklusapps, Kalendermethode, Temperaturmessung… dazwischen ist immer wieder von NFP die Rede. Doch was bedeutet das eigentlich genau?

Was ist NFP?
Streng genommen ist mit NFP erstmal keine konkrete Methode gemeint. Die Abkürzung steht für „Natürliche Familienplanung“ und ist der Oberbegriff für alle Methoden, die auf Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus basieren. Deswegen zählen sehr viele verschiedene Methoden zur NFP, obwohl sie nach ganz unterschiedlichen Regeln funktionieren und sich sehr in ihrer Sicherheit unterscheiden:

  • Kalendermethode / Großteil der Zyklusapps: Methodensicherheit 9
  • LH-Messung / Ovulationstests: Methodensicherheit 6
  • Billings-Methode (Zervixschleimmethode): Methodensicherheit schwankt je nach Studie, im Schnitt etwa 5
  • Temperaturmethode: Methodensicherheit 0,8
  • Symptothermale Methode (Kombination aus Billings- und Temperaturmethode): Methodensicherheit 0,4

"Natürlich verhüten" bedeutet also nicht immer, "sicher natürlich verhüten".

Neben sehr unsicheren Varianten wie zum Beispiel der Kalendermethode gibt es heute auch moderne und hochsichere natürliche Methoden. Die sicherste unter ihnen ist die symptothermale Methode, bei der neben der Veränderung der Körpertemperatur auch der Zervixschleim zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage benutzt wird, und die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und mit einem Pearl Index von 0,4 nachweislich genauso sicher funktioniert wie die Pille – nur eben ohne Hormone und ohne Nebenwirkungen.

Was ist der Unterschied zur Kalendermethode?
Der wesentliche Unterschied zu anderen (weniger sicheren) natürlichen Methoden besteht darin, dass bei der symptothermalen Methode der Eisprung nicht einfach auf der Basis von vorhergehenden Zyklen berechnet wird, sondern in jedem Zyklus aufs Neue anhand von Körpersymptomen zuverlässig bestimmt wird. Das ist ein großer Unterschied! Selbst bei einem regelmäßigen Zyklus kann sich der Eisprung immer mal um ein paar Tage verschieben, und je unregelmäßiger der Zyklus ist, desto ungenauer wird es, die fruchtbaren Tage lediglich auszurechnen. Aber ganz egal, wann dein Eisprung auftaucht: Er wird immer begleitet von bestimmten Körperzeichen, die verlässlich ankündigen, ob und wann du fruchtbar bist. Bei der symptothermalen Methode werden genau diese Zeichen kennen und auswerten gelernt, sodass du in jedem Zyklus genau bestimmen kannst, wann dein Eisprung stattfindet.

 

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Was bedeutet eigentlich symptothermale Methode?

oder: warum du nicht Zervixschleim UND Muttermund beobachten musst


Die symptothermale Methode ist die sicherste und gleichzeitig anwenderfreundlichste Form der NFP, weil sie eine sogenannte Zwei-Zeichen-Methode (oder double-check-Methode) ist. Du beobachtest dabei also zwei unterschiedliche Körperzeichen, die dir Rückschlüsse auf zwei unterschiedliche Hormone ermöglichen: Neben der Körpertemperatur, die auf das Hormon Progesteron reagiert, wird als zweites Zeichen entweder der Zervixschleim oder der Muttermund beobachtet, die sich beide durch den Einfluss des Östrogens verändern. Die hohe Sicherheit der symptothermalen Methode (Pearl Index 0,4) entsteht genau durch diese Kombination von beobachteten Körperzeichen, die sich nach dem Prinzip der doppelten Kontrolle gegenseitig absichern und es dir so ermöglichen, die fruchtbaren Tage rund um den Eisprung genau zu bestimmen. Du beobachtest bei der symptothermalen Methode also entweder

Zervixschleim (Östrogenmarker) + Basaltemperatur (Progesteronmarker) ODER

Muttermund (Östrogenmarker) + Basaltemperatur (Progesteronmarker)

Wichtig: Die Basaltemperatur als progesteronabhängiges Zeichen muss immer beobachtet werden, beim östrogenabhängigen Zeichen hast du die Wahl zwischen der Beobachtung von Zervixschleim oder Muttermund. Richtig: ODER, nicht UND. Alle drei Körperzeichen zu beobachten, also Basaltemperatur, Zervixschleim UND Muttermund, ist nicht sinnvoll und führt tatsächlich nicht zu mehr Sicherheit, sondern oftmals nur zu mehr Verwirrung.

Erstens reagieren diese beiden Zeichen unterschiedlich schnell auf die Veränderungen des Östrogenspiegels. In den meisten Fällen lässt sich der Zervixschleim früher auswerten als der Muttermund, was zu Verunsicherung darüber führt, wann genau das Ende der fruchtbaren Tage zu bestimmen ist. Und zweitens verfälscht die gleichzeitige Beobachtung von Zervixschleim und Muttermund die Ergebnisse deiner Zervixschleim-Beobachtungen: Da sich der Muttermund nur knapp unterhalb der Drüsen befindet, von denen der Zervixschleim gebildet wird, ist es so gut wie unmöglich, beim Abtasten des Muttermundes nicht auch Zervixschleim zu erwischen. Dieser Schleim wird also bereits beim Muttermund-Abtasten abgenommen und kann nicht mehr die Scheide hinunterlaufen und nicht am Scheideneingang beobachtet werden. Das Ergebnis: Weniger Zervixschleim und unter Umständen auch eine andere Zervixschleimqualität am Scheideneingang als es ohne Muttermund-Beobachtung der Fall wäre.

Auf beide Zeichen zu achten, führt meiner Erfahrung nach eher dazu, dass keines der beiden Zeichen richtig sorgfältig beobachtet wird und trägt daduch zu mehr Verunsicherung bei. Ich empfehle dir daher, dich wirklich für ein östrogenabhängiges Körperzeichen zu entscheiden und das andere nicht zu beobachten. Ausnahme: Wenn du den Muttermund abtastest und dabei direkt auch Zervixschleim abnimmst, kannst du diesen Schleim nach den gewohnten Kriterien überprüfen und bestimmen. Dann solltest du aber den Zervixschleim am Scheideneingang nicht mehr beachten.

Wenn du dir unsicher bist, welches Östrogenzeichen du beobachten willst, kannst du beide einfach jeweils einen oder mehrere Zyklen lang ausprobieren und dich dann für das Zeichen entscheiden, das für dich leichter zu beobachten ist. Beide oben genannten Kombinationen sind übrigens gleichermaßen sicher – für viele Frauen ist der Zervixschleim zwar einfacher zu beobachten und zu bestimmen, aber etwa 10% aller Anwenderinnen nutzen lieber die Beobachtung des Muttermundes zur Auswertung ihrer Zyklen.

Ich über NFP: Gastartikel, Interviews und Podcasts

Jojo bloggt auf jolimanoli.com über Weiblichkeit, Persönlichkeitsentwicklung und kreative Inspiration. Sie hat mir 10 Fragen zu NFP gestellt, die ihr im Interview nachlesen könnt.

10 Fragen und Antworten zu NFP
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In diesem Gastbeitrag über den weiblichen Zyklus erkläre ich, welche Signale dir dein Körper sendet und warum es so wertvoll für uns Frauen ist, auf die leise Stimme unseres Körpers zu achten.

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Wie lange dauert ein Zyklus?

Obwohl inzwischen zahlreiche Studien belegen, wie groß die Schwankungsbreite der Zykluslänge sein kann, hält sich leider selbst in aktuellen Berichten über den weiblichen Zyklus hartnäckig das Märchen um den 28-Tage-Zyklus mit Eisprung am 14. Zyklustag.

Wenn die Bestimmung der fruchtbaren Tage so einfach wäre, würde wohl kaum eine Frau überhaupt auf die Idee kommen, hormonell zu verhüten :)

Fakt ist: Zykluslängen von 23-35 Tagen gelten medizinisch als völlig normal. Gerechnet wird die Länge eines Zyklus immer vom ersten Tag der Menstruation an bis zum letzten Tag vor der nächsten Periode. Der Zeitpunkt der Ovulation kann dabei stark variieren, und nur bei knapp 10 Prozent aller Frauen findet der Eisprung tatsächlich am 14. Zyklustag statt. Da die Phase vor dem Eisprung und die danach eben nicht gleich lang sind, ist es reiner Zufall, ob der Eisprung in der Mitte vom Zyklus liegt oder nicht.
Deshalb sind Methoden, die sich rein auf die Berechnung der fruchtbaren Tage stützen, so unsicher.
Wir sind keine Maschinen, deren Verhalten exakt vorhersagbar ist. Auch bei Frauen mit sehr regelmäßigen Zyklen können immer mal wieder Schwankungen auftreten. Nur wer die Körperzeichen kennt, die sich um den Eisprung herum unter Einfluss der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron verändern, kann sicher feststellen, ob und wann der Eisprung stattgefunden hat - und zwar ganz egal, an welchem Zyklustag er auftritt oder wie lang der Zyklus insgesamt ist.
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